FEINER ROKOKO-TRUMEAUSPIEGEL, BERN, UM 1760, JOHANN FRIEDRICH FUNK I. (1706-75)

LOT 412 · 未开拍

起拍价 CHF2800.00

拍卖时间:2026-09-08 15:00

拍卖行: Schuler Auktionen

专场: 亚洲艺术、时尚配饰、室内与生活方式 | 第1-663号拍品 | 仅线上拍卖

拍品描述

Reich und fein mit Palmetten und Akanthus geschnitzter und gekehlter Holzrahmen mit originaler Vergoldung. Originals, geschliffenes Spiegelglas mit Facettenrand. Oben eingelassenes Ölgemälde "Les Amusements de l'Hiver", Jakob Emanuel Handmann (1718-81) zugewiesen, nach dem Gemälde von François Boucher von 1755. 159 x 78 cm. Provenienz: - Aus altem Berner Patrizierbesitz. - Privatsammlung, Zürich. Literatur.: - The Frick Collection, New York 1968, Volume II, S, 28, 30, 31 für das Wintergemälde von François Boucher. - Hermann von Fischer, Fonck à Berne, Bern 2000, für vergleichbare Spiegel des Meisters. Dieser elegante Trumeau-Spiegel besticht durch die schön erhaltene Originalvergoldung, die feine Schnitzarbeit des Rahmens aus der Berner Funk-Werkstatt und das prächtige Ölgemälde einer Schlittenfahrt als Darstellung des Winters, nach dem Original des französischen Hofmalers François Boucher (1703-70) aus dem Jahre 1755. Boucher nannte das Gemälde «Les Amusements de l'Hiver». Es gehörte zu einer Serie von vier Supraporten mit Darstellung der Jahreszeiten, welche der Künstler im Auftrage von Madame de Pompadour malte und sich heute in der Frick Collection in New York befinden. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass das, der Überlieferung nach von Jakob Emanuel Handmann gemalte Gemälde, nur wenige Jahre nach dem Original und höchstens drei bis vier Jahre nach der spiegelbildlichen Druckvorlage des Jean Daullé (1703-1763) aus dem Jahre 1756 entstanden sein muss, was der Entstehungszeit dieses Spiegels von 1760 entspricht. Der Schweizer Maler kopiert zwar möglicherweise die Druckvorlage, möchte aber dem Original so nahe kommen, dass er die Druckvorlage spiegelbildlich wiedergibt, um das Gemälde in der Originalversion am Spiegel aus der Funkwerkstatt zu präsentieren. Nur ein Berner Patrizier mit engsten Verbindungen nach Paris, also etwa ein Offizier als Mitglied der königlichen Schweizergarde, kann kurz nach 1756 schon Zugang zu den eben erst erschienenen Kupferstichen von Jean Daullé gehabt haben oder von den berühmten Originalgemälden gewusst haben, die damals in Paris für grosses Aufsehen sorgten. Und nur ein solcher Auftraggeber hätte insistiert, dass das Gemälde so widergegeben wird, wie es sich in der Originalversion zeigt und nicht als Kopie nach einer spiegelbildlichen Druckvorlage, wie dies üblicherweise geschah.

图片

FEINER ROKOKO-TRUMEAUSPIEGEL, BERN, UM 1760, JOHANN FRIEDRICH FUNK I. (1706-75) 图片1
FEINER ROKOKO-TRUMEAUSPIEGEL, BERN, UM 1760, JOHANN FRIEDRICH FUNK I. (1706-75) 图片2